| Die Grundschulen
im Bezirk Schöneberg tragen Namen nach Landschaften aus der
weiteren
Umgebung Berlins (Mark Brandenburg).
Der
Name unserer
Schule bezieht sich auf einen kleinen Nebenfluss der Spree.
Im Bezirk Neubrandenburg
(Pommern) befindet sich eine Ortschaft, die auch diesen Namen
trägt.
Die
L ö c k n i t z fließt,
nachdem sich ihr Wasser
aus sumpfigen
Gebieten im Maxsee gesammelt hat, durch ein Tal, das in der Eiszeit
neben
dem ausgedehnten „Roten Luch“ entstanden ist. Sie bildet einen kleinen
Nebenfluss der Spree und durchquert große Wälder
(Naturschutzgebiet).
Nach etwa 30 km mündet sie im Flakensee in der Nähe von
Erkner.
zwischen diesem und den etwas weiter nördlich liegenden Werl-,
Peetz-
und Möllensee befindet sich der Löcknitz-Kanal.
Er wurde 1875 gebaut, um der Schifffahrt den Zugang zu Kiesgruben zu
ermöglichen.
Heute fahren Ausflugsdampfer diese Strecke nach Alt-Buchhorst.
1247
wird dem Abte
Roderich und dem Kloster Zinna von den Markgrafen Johann I und Otto II
zu Spandau eine Urkunde ausgestellt, die die Grenzen des
klösterlichen
Eigentums angibt. Darin werden u.a. die Löcknitz
und der Flakensee genannt.
Das
kleine Dorf Kienbaum
liegt unmittelbar am Ufer der Löcknitz.
Es hat eine wechselvolle Geschichte gehabt, da Ort und Fluss im 15.
Jhdt.
im Grenzgebiet zwischen dem Einflussgebiet des Klosters Zinna und dem
Bistum
Lebus lag. Neben der spärlichen Landwirtschaft lebten die Menschen
von der Bienenzucht und bis 1870 war der Krebsfang aus der Löcknitz
von großer Bedeutung. Die Krebse wurden nach Berlin, Köln
und
sogar nach Paris verkauft.
In
der Nähe
des Ortes befindet sich der Schlossberg mit einem besiedelten Platz,
Liebenberg,
an dem früher auch eine Burg stand. Durch zahlreiche Funde nimmt
man
an, dass auch schon im frühen Mittelalter dort Menschen
wohnten.
Liebenberg
liegt
am Löcknitzpass,
einer kleinen Höhe zwischen der Löcknitz und dem Bach
Köpernitz (auch Stöbber),
der aus dem Roten Luch kommt. Hier verlief die alte Handelsstraße
zwischen Berlin und Frankfurt an der Oder. Die Liebenberger Mühle
diente früher zum Mahlen des Korns und zum Sägen des Holzes.
Heute ist sie verschwunden, nur das Wasser der Löcknitz
rauscht über das alte Wehr.
Es
gibt viele Sagen vom Löcknitz-Gebiet..........
„Die
Löcknitz ist eine Furche,
die der
Teufel und dessen
allseits bekannte Großmutter gezogen haben. Die Großmutter
sollte das Ziehen lernen, vermochte aber wegen ihrer
Altersschwäche
trotz fortwährender Peitschenhiebe, die ihr der teuflische Enkel
verabreichte,
nur durch vieles Hin- und Herspringen den Pflug vorwärtsbringen.
Daher
die zahlreichen Windungen der Löcknitz.“
„Was
wussten die
alten Schäfer auf den Löcknitzweiden
nicht alles vom alten Ritter, gemeint ist der Ritter vom Liebenberg,
der
am Löcknitzpass
an der alten Straße als Wegelagerer in seiner Burg
überfallen
und umgebracht, sein Leichnam wurde im Löcknitzmoor
versenkt. Eine weiße Frau spukt im alten Damm vor der Löcknitz-Brücke
herum und erschreckt die Wanderer und Fuhrleute.“
„Dort
macht auch
der Mann ohne Kopf die Pferde bäumen, so dass sie mit Kutscher und
Wagen in die Nacht hinausjagen und oft genug im Sumpfe
versinken.........“
(Nach: Zwischen
Schorfheide und Spree, Hrsg.: Dr. M. Weiß und M. Rehberg,
Berlin 1940)
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