Löcknitz - Grundschule

Berlin, Tempelhof-Schöneberg

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Auf Beschluss der Schulkonferenz vom 20. April 2010 nehmen alle Kinder der Schule an einem der Werte vermittelnden Fächer Lebenskunde, evangelischer Religionsunterricht oder katholischer Religionsunterricht teil.

 

 

EVANGELISCHER RELIGIONSUNTERRICHT

 

 

An der Löcknitz-Grundschule nehmen ca. 200 Schüler und Schülerinnen am evangelischen Religionsunterricht teil.
Er wird in allen Klassenstufen und für alle Kinder, egal ob getauft oder ungetauft, angeboten und ist ein freiwilliges Unterrichtsangebot.  
Unser Anliegen ist ein handlungsorientierter, flexibler  Unterricht, der sich auch an den Bedürfnissen und Wünschen der unterschiedlichen Klassen orientiert. Dabei soll ein Überblick über Hintergründe christlicher Feste, Feiertage und Traditionen, auch die anderer Religionen, vermittelt werden, denn vieles in Kunst und Literatur kann man nur mit dem Wissen über religiöse Zusammenhänge verstehen. Aber auch sozial-ethische Themen und Fragen des Lebens haben im RU ihren Platz.  
Einige Themenschwerpunkte werden fächerübergreifend behandelt; so findet zum Beispiel die Unterrichtseinheit „Nationalsozialismus“ in Zusammenarbeit mit den Geschichtskolleginnen und -kollegen statt.  

In den Klassen 1a, 2a, 3a, 4a, 5a und 6a wird auch katholischer Religionsunterricht erteilt.

Am Ende des Schuljahres gibt es für alle Schüler und Schülerinnen ein gesondertes Zeugnis, in dem eine Übersicht über die behandelten Themen aufgezeigt wird und eine persönliche Bemerkung zu jedem Kind steht.  

Schnupperstunden, Einstieg und Ausstieg sind aus organisatorischen Gründen immer nur zum Ende eines Halbjahres möglich.  

Noch Fragen? Sprechen Sie uns während der Schulzeiten an oder machen einen Termin aus!  

 

 

KATHOLISCHER RELIGIONSUNTERRICHT

 

 

Katholischer Religionsunterricht? Was bedeutet „katholisch“ eigentlich?

Das Wort katholisch bedeutet ‚das Ganze betreffend', allgemein, alle betreffend.

Und das kann schon ein Motto für unseren Religionsunterricht sein: wir behandeln Themen, die alle Menschen betreffen und jeden in einem  ganzheitlichen Sinn, also mit Herz, Geist und Verstand.

Kirche ist  bunt und abwechslungsreich. Auch bei uns im Religionsunterricht ist die Vielfalt zu Hause. Zum einen betrifft das unsere Schülerinnen und Schüler, die wirklich eine bunte Schar aus allen Himmelsrichtungen sind: sie kommen aus Deutschland, Polen, Kroatien,  der Türkei, aus Syrien,  Ghana, Gambia, Indien und vielen andern Ländern.  Das betrifft aber auch  unsere Kirche vor Ort.

Was gehört zu einer Kirche? Und was unterscheidet eine evangelische von einer katholischen  Kirche? Was ist eigentlich ein Tabernakel und wozu brennt das Ewige Licht? Was ist ein Altar,  und worin unterscheidet sich ein Ambo von  einer  Kanzel? Fragen über Fragen, die sich spätestens beim Besuch der weltberühmten Kathedrale  am Urlaubsort stellen. Gut wenn man dann schon im Religionsunterricht gelernt hat, was in einer Kirche alles zu finden ist.

Sehen lernen, genau betrachten lernen: das Kunstwerk aus dem früheren Jahrhundert, die Kirche von Innen, die Bilderzählung zu einer Jesusgeschichte, das Hungertuch des afrikanischen Gegenwartskünstlers. Wir üben die Bildanalyse schrittweise, hilfreich nicht nur für ein Besuch in der Gemäldegalerie.

Sehen lernen – auch mit dem Herzen: soziales Mitgefühl und Engagement, auch ein Thema, das durch verschiedene Bilderbücher, Erzählungen  und Jugendbücher behandelt wird.

Die großen Erzählungen der Bibel – Noah, Abraham, die Josephsgeschichte, Moses führt sein Volk aus Ägypten,  die Könige David und Salomo, der Prophet Jona aus dem Alten Testament und die Gleichnisse und Wundererzählungen von Jesus aus dem Neuen Testament, sowie der Lebensweg Jesu und der frühe Beginn der Kirche – dies sind zentrale Themen unseres Unterrichts, wie auch die großen Feste des Kirchenjahres, Weihnachten, Ostern und Pfingsten.

Aber auch St. Martin, der Heilige Nikolaus oder die Heilige Elisabeth von Thüringen werden unsere Schülerinnen und Schüler im Religionsunterricht kennenlernen.

Katholisch bedeutet ja alle betreffend und so sind auch  Menschen in anderen Regionen der Erde immer wieder Thema im Unterricht. Ihre Kultur, ihre Lebensweise und ihre Religion ebenso, wie auch Konflikte oder Umweltprobleme. So führen uns die Sternsingeraktion (www.sternsinger.org) oder Rucki Reiselustig  von der Misereor Kinderfastenaktion (www.kinderfastenaktion.de)jedes Jahr in ein anderes Beispielland, wo wir auch erfahren, wie  wir in Deutschland  Kinder anderswo unterstützen können.

Religionsunterricht ist also bunt und vielfältig - wie die Kinder, die daran teilnehmen.

 

 

 

 LEBENSKUNDE

 

 

 

Lebenskunde ist ein freiwilliges Unterrichtsfach ohne Zensuren. Es wird an Berliner Schulen gleichberechtigt neben dem Religionsunterricht angeboten.  
Grundlagen des Lebenskundeunterrichts sind Erkenntnisse über die  Natur und die Gesellschaft sowie Lebensregeln, die auf weltlich-humanistischen Traditionen beruhen. Im Mittelpunkt stehen Verantwortung, Selbstbestimmung und Toleranz. 
Was passiert im Unterricht?

Lebenskunde orientiert sich an den Erfahrungen, Gefühlen und der Gedankenwelt der Schülerinnen und Schüler. Ihre Lust, die Umwelt und sich selbst zu erleben, sowie ihre Fragen nach dem Sinn des 
Lebens prägen den Unterricht. Lebenskunde knüpft an das in anderen Fächern erworbene Wissen an. Die Schülerinnen und Schüler werden ermuntert, über sich selbst und die Welt nachzudenken und 
Standpunkte aus nicht-religiöser, humanistischer Sicht zu entwickeln. 
Dabei lernen sie auch Gedanken anderer Religionen und Weltanschauungen kennen, denen sie im Alltag begegnen oder die weltweit bedeutsam sind.    

Wer kann teilnehmen?

Der Lebenskundeunterricht ist für alle Schülerinnen und Schüler offen. Voraussetzung ist eine schriftliche Anmeldung. In der Regel wird Lebenskunde in allen Schuljahren mit zwei Wochenstunden erteilt.  
An unserer Schule nehmen im Schuljahr 2008/2009 ca. 150 Kinder am Lebenskundeunterricht teil. 
Wer ist für den Lebenskundeunterricht verantwortlich?

Für die Durchführung und Gestaltung des Weltanschauungsunterrichts Lebenskunde ist der Humanistische Verband Deutschlands, Landesverband Berlin e.V. , verantwortlich. Er  qualifiziert die Lehrkräfte, erteilt den Lehrauftrag und übt die Fach- und Dienstaufsicht aus.  Rechtliche Grundlagen sind §§ 23 und 24 des Schulgesetzes von Berlin. 

 

 

 

 

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